German

Die Ereignisse entwickeln sich global gesehen mit einer enormen Geschwindigkeit. Nach der Arabischen Revolution ging es Schlag auf Schlag: Die Bewegung der „Indignados“ in Spanien; die Welle von Streiks und Demonstrationen in Griechenland; die Ausschreitungen in Britannien; die Bewegung in Wisconsin und die „Occupy“- Bewegung in den USA; der Sturz Gaddafis; die Absetzung von Papandreou und Berlusconi; all das sind Symptome der derzeitigen Epoche.

Im heutigen Pakistan haben Millionen Menschen Angst vor Hunger und leiden an Krankheiten, für die sie keine Behandlung erwarten können. Im Kapitalismus dient die Medizin, wie alles andere auch, der Ausbeutung und nicht der Heilung. In einem sozialistischen Pakistan hingegen wird niemand an vermeidbaren Krankheiten sterben und kein Kind hungrig zu Bett gehen. Medizin wird für jeden zur Verfügung stehen.

Während die gestrige Parlamentswahl einen sehr “fragilen” Sieg für die herrschende Klasse brachte, gewinnt die SYRIZA unter den Lohnabhängigen und der Jugend vor allem in den Großstädten Masseneinfluss.

Zum ersten Mal luden wir heuer ins Falkencamp Döbriach (Kärnten). 80 TeilnehmerInnen aus acht Bundesländern und fünf Ländern folgten dem Ruf an den Millstättersee. Leider konnte eine Reihe von GenossInnen, die sich bereits angemeldet hatten, aufgrund von Krankheit oder Arbeitsverpflichtungen doch nicht teilnehmen. Der guten Stimmung vor Ort tat dies jedoch keinen Abbruch. Dafür gab es viele Gründe, aber besonders einen: Die Qualität der politischen Auseinandersetzung war heuer besonders hoch.

Während die gestrige Parlamentswahl einen sehr “fragilen” Sieg für die herrschende Klasse brachte, gewinnt die SYRIZA unter den Lohnabhängigen und der Jugend vor allem in den Großstädten Masseneinfluss.

Auch wenn die SYRIZA gestern nicht gewonnen hat, die Frage, mit welchem Programm die griechische Linke einen Ausweg aus der Krise aufzeigen soll, ist von größter Bedeutung. Wir veröffentlichen hier das 10-Punkte-Programm für eine Regierung der Linken, das die marxistische Strömung in der SYRIZA in den letzten beiden Wochen zur Diskussion gestellt hat.

Vor mittlerweile mehr als 100 Tagen sind im kanadischen Bundesstaat Québec die StudentInnen gegen eine geplante Erhöhung der Studiengebühren in den Streik getreten. Mittlerweile geht es nicht mehr nur um die Studiengebühren: Um den Protest zu ersticken, hat die Regierung eine Reihe von Maßnahmen getroffen, die einen massiven Angriff auf demokratische Rechte darstellen. Internationale Solidarität ist notwendig. Im Folgenden veröffentlichen wir eine Resolution der GPA-djp StudentInnengruppe und fordern unsere LeserInnen auf, es ihnen gleich zu tun.

Der 77-jähige Dimitris Christoulas, ein pensionierter Apotheker, beging am Mittwoch, den 4. April, am Syntagma Platz in Athen Selbstmord. Er hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem er seine Beweggründe erklärt. Sein Selbstmord ist nur ein weiterer tragischer Ausdruck für die soziale Misere, die sich in Griechenland im Zuge der kapitalistischen Krise weiter verschärft.

Mit Warnstreiks haben seit Montag mehrere zehntausend Beschäftigte im Öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes gezeigt, dass sie endlich eine spürbare Reallohnerhöhung wollen. Den Schwerpunkt der Aktivitäten bildeten zu Wochenbeginn Dienststellen und öffentliche Betriebe in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. So blieben in der Mainmetropole Frankfurt und im benachbarten Offenbach die kommunalen Busse und Bahnen einen Tag lang in ihren Depots. In Offenbach hatte ver.di auch die Beschäftigten privater Omnibusbetriebe in den Warnstreik gerufen, in denen eine separate Tarifauseinandersetzung schwelt.

Die Beschäftigten des Krankenhauses in der Stadt Kilkis haben beschlossen das Gebäude zu besetzen und es unter ihrer Kontrolle weiterzuführen. Wir veröffentlichen hier einen Brief von Leta Zotaki, der Präsidentin der Gewerkschaft E.N.I.K. im Krankenhaus, und die Resolution einer Vollversammlung der Beschäftigten.

Unter dem Eindruck der Krise machen sich barbarische Lebensbedingungen breit. Doch die Troika (EU, EZB und IWF) fordern immer mehr Opfer von der Bevölkerung. Von Stamatis Karayannopoulos in Athen.