Einige Tage nach den Parlamentswahlen vom 26. September begann eine Diskussion über den Verlust von einer Million Stimmen für die Revolution und die daraus zu lernenden Lektionen zur Stärkung der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV). Der frühere Handelsminister Eduardo Samán gab dazu ein Interview in Lucha de Clases, der venezolanischen Sektion der Internationalen Marxistischen Strömung.
Die kubanische Revolution steht vor einer der schwierigsten Augenblicke ihrer Geschichte. Auf der Insel besteht eine generelle Übereinstimmung, dass es in unserer Gesellschaft zu wichtigen Veränderungen kommen muss. Es wird aber vor allem über die Geschwindigkeit, den Umfang, die Inhalte und den Charakter diskutiert. Wichtige Aspekte sind die Grenzen, wie weit diese Veränderungen gehen können, ohne die Schwellen zu überschreiten und Prinzipien zu verletzen oder die Grundsätze des Systems, das wir über 50 Jahre verteidigt haben und für das wir unsere Seele, unser Herz und unser Leben gegeben haben, anzugreifen.
Im 2. Teil des Dokuments "Die Krise des Kapitalismus und die Aufgabe der MarxistInnen" geht es um die Entwicklungen in China, die Perspektiven der kolonialen Revolution in Afrika und Asien sowie der revolutionären Bewegungen in Lateinamerika. [Teil 1]
Dieses Dokument wurde Anfang August 2010 auf dem Weltkongress der IMT beschlossen und bildet ihre Arbeitsgrundlage für die kommende Periode. Im 1. Teil geht es um die Perspektiven der Weltwirtschaft.
Obwohl sie alle erklärt haben, dass sie ihre Lektion aus den 1930er Jahren gelernt haben, betreiben die herrschenden Klassen erneut die gleiche Politik, die sich vor 80 Jahren als so katastrophal erwiesen hat. Tiefgreifende Spannungen innerhalb des Internationalen Währungsfonds (IWF) sind kürzlich aufgrund von Währungsmanipulationen aufgetreten, da einzelne Länder Maßnahmen ergreifen, um ihre eigenen nationalen Interessen gegen ihre Rivalen zu verteidigen. Wie Verbrecher teilen sie sich die Beute in den "guten Zeiten", aber wenn die Zeiten problematischer werden, springen sie sich gegenseitig an die Gurgel.
Das Ergebnis der Wahl für die Nationalversammlung in Venezuela wurde von den bürgerlichen internationalen Medien begrüßt. Der rechte Flügel hätte die Wahl gewonnen und die PSUV geschlagen. Doch der ohrenbetäubende Lärm der internationalen Medien ist verfrüht.
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